Hochzeitsguide

Jüdische Hochzeit in der Provence

Eine persönliche Hochzeitsfeier zwischen jüdischen Traditionen, französischer Lebensart und der Kunst von Marc Chagall.

Inmitten der provenzalischen Landschaft, umgeben von alten Bäumen, Olivenzweigen und dem warmen Licht des Spätsommers, feierten Salomé und Itai ihre jüdische Hochzeit im Château du Griffon. Die Feier vereinte religiöse Traditionen, zeitgenössische Kunst und eine tiefe Verbundenheit zur Natur. Dabei entstand eine Atmosphäre, die gleichermaßen von Zurückhaltung, persönlicher Bedeutung und großer Herzlichkeit geprägt war.

Die Fotografin Alexandra Sellier hielt die besonderen Momente dieses Tages in einer Bildsprache fest, die das natürliche Licht der Provence und die vielen liebevollen Details der Hochzeit wunderbar zur Geltung brachte.

Eine Liebesgeschichte zwischen Montreal, Paris und der Provence

Salomé und Itai lernten sich während ihres Studiums in Montreal kennen. Heute leben sie in Cambridge, Massachusetts, und verbringen regelmäßig Zeit in Frankreich.

Für den Heiratsantrag kehrte Itai an den Ort ihrer gemeinsamen Anfänge zurück. Nachdem er in Paris die Eltern von Salomé um ihre Hand gebeten hatte, machte er ihr an einem Herbstnachmittag auf dem Mont Royal in Montreal einen Antrag. Gemeinsam gingen sie einige jener Wege entlang, die sie bereits während ihrer Studienzeit miteinander verbunden hatten.

Für ihre Hochzeit entschieden sie sich schließlich für Südfrankreich. Das Château du Griffon, ein historisches Anwesen aus dem 18. Jahrhundert, bot mit seinen hellen Steinfassaden, weitläufigen Terrassen und dem Blick über die grüne Parklandschaft den passenden Rahmen. Die Architektur des Châteaus und die natürliche Schönheit der Provence bildeten eine harmonische Kulisse für die Feierlichkeiten.

Eine jüdische Trauung voller Bedeutung

Im Mittelpunkt der Hochzeit stand die religiöse Zeremonie, bei der Salomé und Itai ihre familiären Wurzeln und jüdischen Traditionen bewusst miteinander verbanden. Aschkenasische und sephardische Rituale fanden ebenso ihren Platz wie die drei Sprachen Hebräisch, Englisch und Französisch.

Die Trauung unter freiem Himmel war von einer besonderen Ruhe und Feierlichkeit geprägt. Bereits zum Empfang der Gäste erklang „C’est beau la vie“ von Jean Ferrat, ein Lied, dessen poetische Botschaft wunderbar zur persönlichen Gestaltung der Hochzeit passte.

Salomé zog anschließend zu „Agape“ von Nicholas Britell ein. Die Musik stand sinnbildlich für eine Liebe, die über das Alltägliche hinausgeht. Mit dem traditionellen „Boi Kallah“ wurde die religiöse Bedeutung des Moments zusätzlich unterstrichen.

Für das Paar war es besonders wichtig, dass die Zeremonie ihre spirituelle Bedeutung behielt. Die Hochzeit sollte nicht nur die Geschichte ihrer Beziehung erzählen, sondern auch das Erbe ihrer Familien würdigen und gleichzeitig Raum für ihre eigene Interpretation der Traditionen lassen.

Inspiration aus der Kunst von Marc Chagall

Ein außergewöhnlicher Bestandteil des Hochzeitskonzepts war die künstlerische Inspiration durch Marc Chagall. Seine Werke, in denen Liebe, Spiritualität, Tradition und Moderne aufeinandertreffen, spiegelten viele der Gedanken wider, die Salomé und Itai mit ihrer Hochzeit verbinden wollten.

Die Gestaltung von Le Plan Parfait griff diese Verbindung auf und übersetzte sie in ein stimmiges Konzept, das sich bewusst in die natürliche Umgebung einfügte.

Olivenzweige, Lavendel und Wiesenblumen bestimmten die florale Gestaltung von Fabre Fleurs Sophie Baly. Die Blumen wirkten natürlich und unaufgeregt, ohne dabei an Ausdruckskraft zu verlieren. Olivenzweige standen für Frieden, während Lavendel und wilde Blüten die Landschaft der Provence aufgriffen.

Auch die Papeterie hatte eine besonders persönliche Bedeutung: Salomé und Itai entwarfen sämtliche Drucksachen selbst. So wurde die Gestaltung der Hochzeit zu einer individuellen Verbindung aus Kunst, Natur und ihrer gemeinsamen Geschichte.

Ein Brautkleid zwischen Couture und Tradition

Eine besondere Rolle spielte das außergewöhnliche Brautkleid von Giambattista Valli Paris. Inspiriert von der Form und Bewegung von Blüten, verband das Design florale Elemente mit einer ausdrucksstarken, modernen Silhouette.

Mehrere übereinanderliegende Elemente, transparente Partien und feine Spitze erzeugten ein spannendes Zusammenspiel aus Volumen, Struktur und Leichtigkeit. Das Kleid wirkte gleichzeitig romantisch und selbstbewusst, traditionell und zeitgenössisch.

Für Salomé lag gerade in diesen Gegensätzen die besondere Schönheit des Entwurfs. Die moderne Schnittführung traf auf klassische Brautmodeelemente, ohne dabei konventionell zu wirken.

Im Laufe des Tages veränderte sie ihren Look durch unterschiedliche Kombinationen der einzelnen Kleidelemente. Am Abend sorgten neue Schmuckstücke und Accessoires für eine freiere, moderne Interpretation ihres Brautoutfits. Ergänzt wurde ihr Styling durch einen Schleier von Gisele So Paris. Itai trug einen Anzug von Ike Behar.

Ein spätsommerliches Hochzeitsfest in Südfrankreich

Nach der emotionalen Zeremonie setzte sich die Feier in der besonderen Atmosphäre des Château du Griffon fort. Das warme Licht des Spätsommers, die historischen Fassaden und die natürliche Blumengestaltung verliehen dem Fest eine zeitlose Schönheit.

Salomé und Itai beschrieben ihren Hochzeitstag rückblickend als einen Tag voller Frieden, Gelassenheit und Schönheit. Besonders in Erinnerung blieb ihnen das strahlende Licht des Spätsommers und die Herzlichkeit ihrer Familie und Freunde.

Ihr größter Wunsch war es gewesen, den Tag ganz bewusst zu erleben, jeden Moment miteinander zu genießen und ihren Gästen zu zeigen, wie wertvoll deren Anwesenheit für sie war. Eine besondere Dankbarkeit empfanden sie gegenüber ihren Eltern, die sie auf ihrem gemeinsamen Lebensweg begleitet hatten.

So wurde ihre jüdische Hochzeit in der Provence zu einer sehr persönlichen Feier, die religiöse Verbundenheit, künstlerische Freiheit und die Schönheit der Natur auf besondere Weise miteinander vereinte.

Hochzeitslocation: Château du Griffon | Fotografie: Alexandra Sellier | Dekoration & Design: Le Plan Parfait | Floristik: Fabre Fleurs Sophie Baly | Brautkleid: Giambattista Valli Paris | Brautschleier: Gisele So Paris | Brautschuhe: Carel Paris | Bräutigamanzug: Ike Behar | Verlobungsring: Tiffany & Co. | Eheringe: Leo Carroll Jewelers | Make-up: MB Makeup and Beauty | Haarstyling: Gold Hair by Marine | Live-Musik: El Trio Jazz | DJ: Rocco Bonazza | Catering: Mam Traiteur | Religiöse Trauung: Judaïsme Avignon

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